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Carolina Hurricanes – (un)gewohnt anders


Martin Weber

2010-05-07

Die Regularseason ist abgeschlossen.

Die Canes haben aus 72 Spielen beachtliche 79 Punkte eingefahren. Das bedeutet Platz 8 in der Eastern Conference und somit Berechtigung zur Teilnahme an den Playoffs 2010. Zu Beginn der Saison als undenkbar prophezeit hat es nun doch gereicht.

In der ersten Runde wartet jedoch Presidents Trophy Gewinner GM Jenzer mit seiner Truppe, den Flyers aus Philly. Ein schwieriges Los.

In der Qualifikation trat man bereits vier Mal an und musste jedes Mal als Verlierer vom Platz. Ausser bei der knappen 1-2 Niederlage im Spätherbst waren alle Begegnungen einseitig und deshalb werden GM Weber‘s Mannen wohl auch früh ihre Golfferien antreten können.

Der Osten ist auch diese Saison das Mass aller Dinge und somit müsste der Stanleycupsieger auch aus dieser Conference kommen.

Aber bei EA-Sports ist alles möglich und alle Teams welche Playoffs spielen, werden bis zum letzten Tropfen Schweiss alles dafür geben zu gewinnen und dem Favoriten doch noch ein Bein zu stellen.

Gewisse GM’s haben ihre Teams derart massiv mit alten Herren aufgerüstet, dass man meinen könnte der D-Day stehe bevor.

Interner Topscorer mit 39 Toren und gesamthaft 71 Punkten wurde First-Line-Center Eric Staal.

Verteidigungsminister Mark Streit buchte ingesamt 48 Scorerpunkte davon 2 Tore.

Die Tatsache dass die beiden Jungen Defender Jack Hillen und Bryan Rodney im Laufe der Saison mit mehr Verantwort und somit auch Eiszeit ausgestattet wurden, liessen Streit’s Werte von Anfänglich 1.0 Punkten pro Spiel auf knapp die Hälfte sinken.

Die Last wird auf mehrere Schultern verteilt, somit ist man weniger Ausrechenbar und hat mehr Möglichkeiten im Coachingbereich. Gut zu gefallen wusste auch Jungspunt Jerome Samson. Der ungedraftete rechte Flügel hat eine beachtliche Saison in der AHL absolviert (74 Spiele / 78 Punkte).

GM Weber setzte den 22 Jährigen in rund 20 Spielen ein, zumeist in der 1. Linie mit Ruutu und Staal. Kurz vor der dem Transferstopp holte man zudem Routinier und US-Nationalmannschaftsverteidiger Tim Gleason nach Raleigh.

Dass die Canes das „böseste“ Team der Liga stellen ist nur eine Randnotiz – irgendwo hat jedes Team seine Qualitäten.

Bereits hat GM Weber am Kader für die kommende Saison zu basteln begonnen. So wurde Center Prospect Peter Holland von den NY Islanders im Tausch für Ekman-Larsson getradet; der in diesen Trade verwickelte 2Rd Pick 2010 der NYI wurde umgehend gegen Detroit’s Defenderprospect Michal Jordan getauscht. Der 19 Jährige Jordan hat in der abgelaufenen OHL-Saison für Plymouth in 41 Spielen 32 Scorerpunkte gesammelt.

GM Weber plant in naher Zukunft die Abwehr massiv zu verjüngen. Die Altherren Steve Staios, Brendan Witt und Greg DeVries müssen oder mussten bereits den Club definitiv verlassen.

Allesamt wurden bereits in der abgelaufenen Saison nur noch sporadisch eingesetzt. Natürlich hofft man in Raleigh, dass sich Roman Josi aufdrängen kann. Der frisch gebackene Schweizermeister wird im Sommer in Übersee erwartet. Seine beachtlichen Leistungen während der gesamten Saison (trotz Verletzungspech) lassen grosses hoffen. Nun wird Josi aber zuerst die Farben der Schweiz an der A-WM in Deutschland tragen.

Weitere Transfers werden folgen; die Gerüchteküche brodelt massiv und des fallen Namen wie René Bourque, Patric Hornqvist oder Brandon Sutter.

Auf der Torhüterposition dürften Cam Ward und Jeff Deslauriers auch in der nächsten Saison das Gespann bilden. Der vom Waver gezogene Yann Danis konnte GM Weber nicht überzeugen – vielleicht liegt es auch einfach daran, dass seine Speedwerte unverschämt tief eingestellt sind, und er somit bei Abprallern stets das Nachsehen hatte…EASports it‘s in the Game!

Mitte Mai beginnen nun die Playoffs; wie lange der Atmen reicht wird sich zeigen müssen. Die Canes sind mal wieder krasser Aussenseiter – eine Rolle welche letzte Playoffs nur Vorteile hatte.

(06.05.2010 / Raleigh Sports News / John Stolten)




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